Valpolicella: Sehenswertes / ein- oder zweitägige Touren
WAS ES IM VALPOLICELLA-GEBIET ZU SEHEN GIBT
valpolicella

Valpolicella: Sehenswertes / ein- oder zweitägige Touren

Das Weinbauland Valpolicella bietet Kunst, Kultur, Geschichte und eine atemberaubende Landschaft. Wie kommt man von Verona in das Valpolicella-Gebiet und was gibt es dort zu sehen? Entdecken Sie es mit unserem Führer! 

Nach Obst duftende Täler mit vielen alten Kirchen und Villen aus dem 5. Jahrhundert, eine terrassierte Hügellandschaft, die soweit das Auge reicht mit Weinreben und Olivenbäumen bepflanzt ist, Buchenwälder mit zahlreichen Wasserfällen, Almen und Wiesen: Das Valpolicella-Gebiet  bietet ein vielfältiges kulturelles, naturalistisches und gastronomisches Angebot. Und das nur eine halbe Autostunde von Verona entfernt.

Wer das Valpolicella-Gebiet mit dem Bus von Verona erreichen möchte, kann verschiedene ATV-Linienbusse – 102, 103 und 107 – nehmen. (Detaillierte Infos unter  www.atv.verona.it/orari_linee_bus_extraurbani).

Mit dem Zug steigt man hingegen in Domegliara – Sant’Ambrogio di Valpolicella aus, wo nur Regionalzüge und regionale Schnellzüge anhalten. Von Verona fährt man mit der Eisenbahn nur 15 Minuten.

Nachstehend einige Tipps für ein Wochenende im Weinbauland Valpolicella.

 


Beginnen Sie mit San Giorgio di Valpolicella

san giorgio valpolicella

San Giorgio di Valpolicella zählt zu den schönsten Orten Italiens. Es ist ein kleines Dorf aus Kalkstein, das auf einem Hügel am Fuße des Berges Solane liegt. Vor hier aus genießt man einen wunderschönen Ausblick auf das gesamte Valpolicella-Gebiet. Das Dorf hat eine uralte Geschichte. Noch vor den Römern hatte sich hier eine etruskische Bevölkerung – die Arusnati – angesiedelt. Dank ihrer Lage wurde die Siedlung als eine natürliche Festung betrachtet.

Kommen Sie im November in diese Gegend, so können Sie am Ackerbohnenfest – Festa de le fae (Ackerbohnen) – teilnehmen. Dieses Fest, das auf eine jahrtausendalte Tradition zurückblicken kann, findet am zweiten Sonntag nach dem Allerseelentag statt. Für die ersten Einwohner dieses Gebiets waren die Ackerbohnen, die im Frühjahr als erste aus dem Boden sprießen, eine rituelle Speise, die die Welt der Lebenden und das Jenseits in Verbindung brachte. Am Festtag wurde die nach einem traditionellen Rezept in einem großen Topf mit Ackerbohnen, Kartoffeln und Bauchspeck zubereitete Suppe unter den Familienoberhäuptern verteilt. Seit einiger Zeit wird sie auch den auswärtigen Besuchern angeboten. Volkstänze, Musik und typische Produkte gehören ebenso wie die exzellenten einheimischen Weine – Valpolicella, Recioto und Amarone – zu diesem Fest.

Am Dorfplatz steht die romanische Kirche von San Giorgio Ingannapoltron aus dem Jahr 712 n. Chr., die auf den Resten eines heidnischen Tempels erbaut wurde. Es handelt sich um ein schönes  Beispiel romanischer Architektur mit einem wunderschönen Kreuzgang. Die Kirche ist mit ihren Fresken aus dem 12. und 13. Jahrhundert einen Besuch wert. Sie ist im Sommer täglich von 7.00 bis 20.00 Uhr und im Winter von 8.00 bis 19.00 Uhr geöffnet.

Neben der Kirche bewahrt das archeologische Museum Funde aus der Eisenzeit bis zum Frühmittelalter auf, während in der ethnografischen Abteilung ein typisches Wohnhaus aus den vergangenen Jahrhunderten zu sehen ist. Das Museum ist von Mai bis September montags, mittwochs und freitags von 15.00 bis 19.00 Uhr, dienstags und donnerstags von 9.00 bis 13.00 Uhr, samstags und sonntags von 16.00 bis 19.00 Uhr geöffnet; von Oktober bis zum zweiten Sonntag im November ist das Museum von 15.00  bis 18.00 Uhr offen. Vom dritten Sonntag im November an bis Ostern wird das Museum nur auf Anfrage geöffnet. Schreiben Sie an antiquariumsangiorgio@gmail.com oder rufen Sie die Nummer  334.8739397 an.

Gönnen Sie sich abschließend einen Aperitif auf der panoramischen Terrasse der Bar am Dorfplatz und lassen Sie dabei Ihren Blick bis zum Horizont schweifen.


Eine Wanderung von Fumane nach San Floriano

Entdecken Sie die Geschichte der Valpolicella-Täler, in denen es seit Anbeginn der Zeit Menschen gibt.

In der Grotta (Höhle) di Fumane, auf der Straße nach Molina, wurden in den sechziger Jahren Knochen und Artefakte aus dem Paläolythikum gefunden. Darunter auch ein bemalter Stein, auf dem eine antropomorphe Figur, vermutlich ein Schamane, mit einer gehörnten Kopfbedeckung und offenen Armen abgebildet ist. Bei einer suggestiven geführten Besichtigung der  Grotte kann man verschiedene Felsschichten beobachten und die Spuren der Anwesenheit des Neanderthalers und des Homo Sapiens erkennen. Die Besichtigung dauert ungefähr 1,5 Stunden. Turnschuhe sind ratsam.

Für Gruppen bis zu 11 Personen beträgt die Eintrittsgebühr insgesamt 80,00 Euro; für größere Gruppen (von höchstens 25 Personen) kostet die Eintrittskarte 7,00 Euro pro Person. Man kann pädagogische Workshops oder einen naturalistischen Spaziergang vormerken und dabei die prähistorische Geschichte dieses Gebiets kennenlernen.

Infos und Vormerkungen: info@grottadifumane.eu oder 366.2064398.

In dieser Gegend ist die traumhafte Villa della Torre (via della Torre 25, Fumane) einen Besuch wert. Es handelt sich um ein Juwel aus dem 16. Jahrhundert des Architekten Sanmicheli, der sich vom architektonischen Grundriß der antiken Römervillen mit dem Peristhylhof inspirieren ließ. Heute  ist die Villa Sitz eines Weinbaubetriebes, der auf Anfrage geführte Besichtigungen mit Weinverkostung organisiert. Rufen Sie die Nr. 045.6832070 an oder schreiben Sie an ospitalita@allegrini.it

Im Valpolicella-Gebiet gibt es zahlreiche alte kleine Kirchen und Landkirchen. Lassen Sie sich die Gelegenheit nicht entgehen, die romanische Kirche von San Floriano zu besuchen, eine der schönsten und ältesten romanischen Kirchen der Gegend. Die majestätische Tuffsteinfassade ist von Säulen mit zwei heidnischen Seitenaltären begrenzt. Die Kirche entstand auf den Resten  eines heidnischen Tempels. Dies wird durch den Fund einer Statue des Gottes Jupiter belegt. Der Glockenturm, dessen unterer Teil aus hellem Stein und dessen oberer Teil aus Tuffstein und Terrakotta besteht, erstrahlt bei Sonnenuntergang leuchtend rot.

Die Kirche kann man täglich von 7.30 bis 19.30 Uhr (jedoch nicht während der Hl. Messen) besichtigen.


Sehenswertes im Valpolicella-Gebiet : das Naturschauspiel der Wasserfälle von Molina und die Veja-Brücke

parco delle cascate di molina

Die Naturlandschaft ist im Valpolicella-Gebiet absolut großartig.  Der Wasserfallpark von Molina – (via Bacilieri 1, Molina) erstreckt sich längs den Bächen und Wasserläufen, die schäumende Wasserfälle bilden. Auf verschiedenen Wegen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades können Sie den Park mit seinen steilen Felswänden, Höhlen und Brücken erkunden. Bewundern Sie die unberührte Natur von der Schaukel aus, die sich direkt vor dem Wasserfall befindet.

Die Öffnungszeiten ändern sich von Monat zu Monat. Bei schlechtem Wetter könnte der Park geschlossen sein. Überprüfen Sie die Öffnungszeiten auf der Webseite www.parcodellecascate.it oder rufen Sie Nr. 045.7720185 an. Der volle Eintrittspreis beträgt 7 Euro; für Kinder von 6 bis 11 Jahren sind Ermäßigungen vorgesehen. Freier Eintritt für Kinder unter 5 Jahren und Personen mit Behinderung.

Ein weiteres beeindruckendes Naturjuwel ist die Veja-Brücke, ein enormer Kalksteinbogen, der durch den Einsturz einer Karsthöhle entstand. Die außerordentlichen Maße der Brücke – 52 m weit, 30 m hoch und 9 m stark ­– haben Künstler wie Andrea Mantegna und Dante Alighieri beeindruckt. Ersterer malte die Brücke in einer Freske im Brautzimmer des Herzogspalastes von Mantua, letzterer ließ sich von dieser Brücke bei der Beschreibung des achten Höllenkreises (Malebolge) inspirieren. Die Veja-Brücke befindet sich im lessinischen Naturpark, in der Ortschaft Giare, nur knapp 10 km von St. Anna di Alfaedo entfernt. Stellen Sie Ihr Auto beim Gasthof Ponte di Veja ab und folgen Sie zu Fuß der Beschilderung.

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