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15 Mai 2020

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Reiseführer Arena von Verona

Reiseführer Arena von Verona: Geschichte, Architektur und interessante Infos

Entdecken Sie eines der ältesten und faszinierendsten Denkmäler aus der Römerzeit: die Arena von Verona! Entdecken Sie ihre Geschichte: Es erwartet Sie eine spannende Reise in die Vergangenheit!

Die Arena von Verona ist das Wahrzeichen der Stadt. Das römische Amphitheater auf der Piazza Bra besitzt einen zeitlosen Charme. Wer an dieser majästetischen und grandiosen Konstruktion vorbeikommt, fragt sich, aus welcher Zeit dieses Bauwerk stammt. Lesen Sie diesen Beitrag, wenn Sie mehr über die Geschichte und Legende dieses römischen Amphitheaters wissen möchten

Geschichte der Arena von Verona

Die Arena von Verona, das drittgrößte Amphitheater Italiens nach dem Römer Kolosseum und der Arena von Capua bei Neapel, ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Wie und wann dieses Bauwerk entstand, ist ungewiss. Wahrscheinlich wurde die Arena in den ersten Jahrzehnten des 1. Jahrhunderts unter Kaiser Augustus errichtet. Sie befand sich ursprünglich außerhalb der Stadtmauern. Auf diese Weise wollten man der Landbevölkerung den Zugang erleichtern und die Stadtbewohner vor Unruhen und Krawallen durch aufgeputschte Zuschauer schützen. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde die Arena in den Mauerring eingeschlossen, den Kaiser Galienus bauen ließ, um die Stadt vor den Angriffen der Barbaren zu verteidigen.

Das antike Bauwerk ist gut erhalten, obwohl die dritte Bogenreihe im Jahre 1183 durch ein schweres Erdbeben fast vollkommen zerstört wurde. Heutzutage sind davon nur mehr vier Arkaden erhalten, an denen man erkennen kann, wie imposant die ursprüngliche Konstruktion war.

Wie im Römer Kolosseum fanden auch in der Arena von Verona vornehmlich Wettkämpfe, u.a. Gladiatorenkämpfe, statt. Diese wurden in der Mitte des Amphitheaters, auf einer mit Sand gefüllten Fläche, der sogenannten harena, ausgetragen. Der Sand diente dazu, das Blut von Mensch und Tier aufzusaugen. Die blutigen Wettkämpfe waren zur Römerzeit besonders beliebt. Davon berichtet Plinio, der Jüngere, in seinen Werken.

Im Laufe der Jahrhunderte diente die Arena verschiedenen Zwecken: König Theodorich nutzte sie als Steinbruch für den Bau der umliegenden Gebäude. Bis zum 17. Jahrhundert hielten sich in den Außenarkaden der Arena Prostituierte auf, später boten dort Handwerker ihre Waren an.
Der Innenraum wurde sowohl für die Verwaltung der Justiz, Hinrichtungen, Veranstaltungen, Feste und Wettkämpfe benutzt. Alberto I della Scala ließ im Jahr 1278 rund 200 Patariner auf Scheiterhaufen in der Arena verbrennen. Zum Anlaß der Eheschließung von Antonio Della Scala wurde die Arena einen Monat lang für Feste mit Karusellspielen und Aufführungen benutzt.

Ab dem 15. Jahrhundert nahm die historische und künstlerische Bedeutung der Arena wieder zu und bis zum 18. Jahrhundert wurde das Amphitheater mehrmals restauriert. 1713 führte man in der Arena das Werk Merope von Scipione Maffei auf. 1751 wurde in der Arena anscheinend ein Nashorn gesichtet. 1786 besuchte Goethe das Amphitheater und war davon stark beeindruckt. In der napoleonischen Zeit wurde die Arena sogar für einen Stierkampf benutzt. In jener Zeit importierte Italien die iberischen Tierkämpfe, in Verona fand eine Parade von Stierkämpfern und Fanfaren statt, die für die Veranstaltung warben. 1890 und 1906 gastierte Buffalo Bill mit seiner Wild-West-Show in der Arena, bei der waghalsige Reiter ihre Künste aufführten.

Erst im Jahre 1822 wurde die Arena zum ersten Mal als großes Freilichttheater benutzt. Der Fürst Von Metternich ließ zum Anlaß eines Treffens der Mitglieder der heiligen Alleanz ein lyrisch-choreografisches Werk mit der Musik von Gioacchino Rossini komponieren und aufführen.
1913 wurde die erste lyrische Oper aufgeführt: die Aida von Giuseppe Verdi. Seitdem ist die Arena von Verona das größte lyrische Freilichttheater der Welt. Jeden Sommer werden hier die berühmtesten Opern aufgeführt.

Arena di Verona: storia, architettura e curiosità

Die Legende der Arena von Verona

Wenige kennen die mittelalterliche Legende über die Errichtung der Arena. Laut dieser Legende wollte ein zum Tode verurteilter Gefangener aus Verona sein Leben retten. Er versprach den Stadtherren, in einer einzigen Nacht ein Bauwerk zu errichten, in dem alle Stadtbewohner Platz gehabt hätten. Deshalb bat er den Teufel um Hilfe und bot ihm seine Seele dafür an. Letzterer rief alle Dämonen der Hölle zusammen, die mit dem Bauwerk begannen.

Während der Nacht bereute der Gefangene seine Tat und erbittete die Gnade der Muttergottes, die die Sonne zwei Stunden früher aufgehen ließ, so dass die Dämonen ihre Arbeit nicht vollenden konnten. Beim Glockenklang des Morgengebets verschwanden sie in der Finsternis und die Seele des Gefangenen war erlöst. Aus diesem Grund – so heißt es – blieb der äußere dritte Arkadenring unvollendet. Der Gefangene rettete aber mit diesem außerordentlichen Bauwerk sein Leben.

Architektur und Kapazität der Arena von Verona

Von außen sieht die Arena von Verona imposant aus, obwohl der äußere dritte Ring durch ein Erdbeben zerstört wurde.
Der äußere Teil bestand aus drei übereinanderliegenden Arkadenringen von unterschiedlicher Höhe. Insgesamt gab es 92 Arkaden mit ebensovielen Eingängen aus rotem Kalkstein.
Die Arena hat eine Größe von 152 x 123 m, während der Innenraum, der aus 45 Stufen besteht, die jeweils 45 cm hoch sind, ungefähr vierzig Meter breit ist.
Die beeindruckenden Arkaden wurden mit weißem und rosafarbenem Kalkstein verkleidet.

Der Innenraum besteht aus der sogenannten Arena (dem sandbestreuten Platz, auf dem ursprünglich die Kämpfe ausgetragen wurden) und dem Zuschauerraum mit den Stufen, auf denen das Publikum Platz nahm bzw. immer noch Platz nimmt.
In der Antike war die Arena von den Stufenreihen durch ein Podium getrennt, wo sich wahrscheinlich die Sicherheitsnetze zum Schutz der Zuschauer befanden. Der Zuschauerraum war durch Gehwege in horizontale Sektoren gegliedert und ganz oben befand sich ein überdachter Laubengang.

Die Eingänge ins Amphitheater führen in einen dunklen Gang, der das gesamte Amphitheater umgibt. Hier kann man sich gut vorstellen, wie es zur Zeit der Gladiatorenkämpfe zuging und bei diesem Gedanken läuft einem ein Schauer über den Rücken. Auf den Stufenrängen ist man vom Ausmaß der Arena und der imposanten römischen Architektur beeindruckt.

Das Amphitheater hatte ursprünglich eine Kapazität von 30.000 Zuschauern. Aus Sicherheitsgründen und szenischen Bedürfnissen finden heute ungefähr halb so viele Zuschauer auf den Rängen Platz.

Arena di Verona: architettura e capienza

Konzerte in der Arena von Verona: Opern- und Konzertsaison

Die erste in der Arena aufgeführte Oper war 1913 die Aida von Giuseppe Verdi, die Zuschauer aus ganz Italien und der Welt anzog. Es handelte sich in der Tat um eine der schönsten Opernaufführungen des 20. Jahrhunderts.

Seitdem findet jedes Jahr das Opernfestival der Arena statt, bei dem an 60  Abenden insgesamt 5 oder 6 Opern aufgeführt werden: Aida, Turandot, Carmen, Nabucco und Traviata.

In der Arena werden aber nicht nur lyrische Opern aufgeführt. Jedes Jahr treten hier weltbekannte Künstler – Tänzer, Musiker und Sänger – auf, die ihren Auftritt auf dieser einmaligen Bühne und die besondere Atmosphäre des Freilichttheaters in vollen Zügen genießen.

Infos über das Programm finden Sie auf der offiziellen Webseite der Arena von Verona.

Arena di Verona: storia, architettura e curiosità

Nützliche Infos: Öffnungszeiten und Eintrittspreise der Arena von Verona

Die Arena ist montags von 13.30 Uhr bis 19.30 Uhr, bzw. von Dienstag bis Sonntag von 8.30 Uhr bis 19.30 Uhr geöffnet.
Das normale Ticket kostet € 10,00; für Gruppen, Studenten, Senioren über 60 Jahren gilt ein reduzierter Preis von € 7,50. Kinder und Jugendliche von 8 bis 14 Jahren oder Schülergruppen zahlen nur 1 €.
Für die Inhaber der VeronaCard, Senioren über 65 Jahren, die in der Gemeinde Verona ansässig sind, Behinderte und deren Begleitpersonen und Kinder unter 7 Jahren ist der Eintritt frei.

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Wo es sich gut essen läßt: Im Restaurant “La Torre 22”

Nach einer spannenden Stadttour und der Besichtigung der kulturellen Attraktionen der Stadt möchte man am Abend die traditionelle regionale Küche genießen. Das Restaurant “La Torre 22” liegt im Grünen am Stadtrand in Dossobuono di Villafranca. Wer dem Stadtchaos entfliehen möchte, ist hier an der richtigen Adresse. Gönnen Sie sich ein feines Dinner in der verzauberten Atmosphäre unseres Restaurants.
Die Küche und der Keller bieten das Beste der önogastronomischen Tradition sowie regionale Produkte an. Das Restaurant ist von der Innenstadt leicht erreichbar und das ganze Jahr von Montag bis Sonntag von 12.30 Uhr bis 14.00 Uhr und von 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr geöffnet.

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